Über das Kunsthaus Rhenania

 

Das Kunsthaus und der Jachthafen

 

SPEICHER FÜR MIXED MEDIA

Mitten im Rheinauhafen liegt ein markantes Speicherhaus: In den zwanziger Jahren lagerte dort noch Getreide, später bewahrte das Römisch-Germanische Museum dort archäologische Funde auf. Seit 1987 wird hier Kreativität gespeichert: Nach dem Abriss des Kulturzentrums Stollwerck bezogen Künstler im nahe gelegenen Kunsthaus Rhenania neue Ateliers.

2003/2004 wurde das selbstverwaltete Kunsthaus Rhenania durch die Häfen- und Güterverwaltung der Stadt Köln saniert. Es entstand eine Plattform mit mehreren Veranstaltungsräumen. In der zentralen Halle im Erdgeschoss finden Ausstellungen, Konzerte, Tanz- und Theaterprojekte statt. Hier präsentieren sich die Künstler des Hauses und schaffen Raum für Austauschprojekte und Sonderausstellungen. Zwei Kellerräume stehen für kleinere Projekte zur Verfügung.

Das Kunsthaus Rhenania – ein Speicher für Mixed Media: 50 Künstler aus unterschiedlichen Ländern arbeiten nebeneinander und miteinander. Fotografie, Film, Malerei, Medienkunst, Musik, Literatur, Performance, Skulptur, Tanz und Theater entwickeln sich unter einem Dach.

Die interdisziplinären Projekte vernetzen sich nach allen Seiten: Kunsthaus Rhenania bietet Raum für Veranstaltungen wie „Offene Ateliers“, „Lange Nacht der Museen“, „Instant Music Club“, Hafenmusik" oder „tanz hautnah“, die Akzente in der Kölner Kulturlandschaft setzen. Doch nicht nur vor Ort geht man gern über Grenzen: Die Zusammenarbeit mit der regionalen Kunstszene wird durch internationale Kontakte ergänzt: Ein gelungener Auftakt war 2005 die Ausstellung „Barcelona trifft Köln“ oder die Kooperation mit Künstlern aus der niederländischen Provinz Brabant im April 2007.

Zum ersten Mal findet das neue Kunstfestival STROM  2011 statt. Gezeigt werden zeitgenössische Künste mit neuen Arbeiten aus dem Haus in Wechselwirkung zu den Arbeiten rund 30 eingeladener Gastkünstler.

 

Text: © Ursula Härtling

Fotografie: © Claus Dieter Geissler