Kedema
Hoje a Noite

Stefan Krachten / Musik /

geb.16.07.1958
mit 10 jahren erster klavierunterricht
erste band 1971

1978 Welttournee mit Jango Edwards Friends Roadshow, Album und ARD Fernsehshow
1980-82 Gründung von Dunkelziffer und unknown cases, Zusammenarbeit
mit Masimba Bele
Seit 1994 trance groove mit Reiner Winterschladen, Helmut Zerlett, Jürgen Dahmen, DJ Heli, dal Martino, letztes Albus „ment to be like this“
1999 Produktion musique legere trance groove (Remix-Album), Produktion erstes Studioalbum trance groove
2000 Gründung von back from the hot, erste Aufnahmen trance groove remix „Reich der Träume“ mit Nico, diverse trance groove Festival Gigs wie Westzeitparty, Unique Club Tour, Kantine Köln, Popkomm
2001 Neues Projekt bassculture
2002 Erstes Konzern bassculture Blue Shell, Köln, neue trance groove Produktion geplant, Aufnahmen im sound legere Studio für bassculture
2005 Zur Zeit Produktion erstes Soloalbum, u. a. mit den Sängerinnen Rubina Marion Klask und Elfie Esther Steitz-Praeker. Außerdem Album mit Maya und Sita Rose.

Stefan Krachten macht Musik in ungezählten Projekten, aber alle haben eines gemeinsam: den Groove - und viel Wärme.

Stefan Krachtens Musik wird durchweg vom Dub inspiriert, dieser nahe Verwandte des Reggae aus dem tropisch heißen Jamaika, steht doch vor allem für Wärme, die sich aus tief in der Scholle gründenden Basslinien speist, für Lebensfreude, die sich in tanzbaren Rhythmen ausdrückt, und für die Lust am Sinnesrausch, der sich in den die grundlegenden Klänge verfremdenden Effekten („Dubbing“) verbirgt.

Mit zwölf, 13 Jahren habe ich angefangen, Musik zu machen.“ Anfang der 70er Jahre also. Da zog er aus dem hessischen Rüsselsheim, wo sie Opels herstellen, nach Köln, in die Ford-Stadt. Schnell fand er einen Kumpel, mit dem er seine erste Band, „Hot Fire“, gründete: Dieser Kumpel, Helmut Zerlett mit Namen, hat es als Bandleader der „Harald Schmidt Show“ zu Fernsehberühmtheit gebracht.

Es gab eine Zeit, da waren beide zusammen auf der Mattscheibe zu bewundern. 1983 hatten sie als Unknown Cases einen Hit, „Masimba bele“, der sich mehr als 60 000-mal verkaufte und dessen Nachhall noch bis heute zu vernehmen ist. Gegenwärtig entsteht ein Remix-Album zu dem Stück, mit Szenegrößen wie Air Liquide, Matthias Schaffhäuser, Gentleman, Hans Nieswandt, den „Klangprobe“-geprüften Turquoise und Razoof sowie - aber das ist, schränkt Krachten ein, „nur eventuell“ - Brain Eno, dem Miterfinder der Ambient-Musik, an den Reglern. Im Frühjahr soll es erscheinen. Mit „Masimba bele“ waren Zerlett und Krachten auf dem besten Weg, ein großes Ding zu werden, doch das Schicksal hatte was dagegen: Kurz nach der Veröffentlichung starb Reebop Kwaku Baah, der das Stück mit seiner Stimme unverwechselbar gemacht hatte.

„Wir hatten von überall her Anfragen, weil John Peel die Single in seinen BBC-Sessions gespielt hatte“, erzählt Krachten. „Aber unser Sänger war weg. So war kaum Promotion möglich.“ Die Unknown Cases existieren bis heute, doch ein Hit wie „Masimba bele“ ist ihnen nicht mehr gelungen. Vielleicht hat Zerlett ja nach dem Abschied von der „Harald Schmidt Show“ wieder Muße genug, sich einen auszudenken.
„Meine Musik ist immer sehr groovebetont“, sagt Krachten - was Wunder, bei einem gelernten Schlagzeuger. Das gilt auch für Trance Groove, sein, wie er selbst sagt, „Haupt-Live-Ding“.Die Arbeitsweise beschreibt Krachten so: „Wir loopen irgendwas und spielen dazu. Das ist die alte Can-Schule, Musik machen wie bei einer Zen-Meditation: nicht denken, sondern intuitiv spielen.“ Das klangliche Ergebnis finden die Musiker selbst nicht immer auf Anhieb atemberaubend, aber man kann es ja einfach nochmal versuchen: „Da sind so gute Musiker dabei, da kann eigentlich nicht viel schief laufen.“ Neben Dahmen, Krachten und Zerlett sind das der DJ Heli, der Bassist Dal Martino und Reiner Winterschladen an der Trompete. Zusammen machen sie Musik, die die Sonne

Kontaktdaten